Initiative "Pogrom 91"

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Nach Naziangriff: Betroffene muessen die Stadt verlassen - Polizei will sie nicht schuetzen

Vor einigen Wochen haben Neonazis ein junges Paar in ihrer Wohnung bedroht. Die Polizei war vor Ort, hat zugeschaut und nicht eingegriffen.

Wie das MDR Magazin exakt berichtete, sind die beiden Betroffenen daraufhin aus Hoyerswerda geflüchtet. Die Polizei in Hoyerswerda ist nicht bereit, sie vor weiteren Naziangriffen zu schützen. Das Paar wird nach der Bedrohung vor der eigenen Wohnungstür nicht wieder in die Stadt zurückkehren und muss sich einen neuen Wohnort suchen.

"Die Polizei hat darauf gedrängt, dass wir weggebracht werden, dass hier Ruhe reinkommt, so waren die Worte”, berichtete einer der Betroffenen gegenüber dem MDR. “Man fühlt sich wirklich wie zurückversetzt nach 1991, wo ich Kind war und es nicht verstanden habe, warum die Täter nicht festgenommen und aus der Stadt gebracht wurden, sondern die Asylanten, die in der Situation die Hilfe brauchten. Und so ist es auch bei uns. Wir wurden einfach weggeschickt, das Problem einfach weggeschoben”, sagte eine der Betroffenen.

Über den Angriff, die Situation der beiden Betroffenen und die Toleranz der Polizei gegenüber Nazigewalt berichteten auch Alternative Dresden News, Welt Online und Neues Deutschland Online.