Initiative "Pogrom 91"

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Hoyerswerda bleibt braun

Neonazis haben in Hoyerswerda in der vergangenen Woche Mitglieder der linksjugend [‘solid] Sachsen bedroht. Die Jugendlichen, die mit einem Infostand unter anderem auf den Jahrestag des rassistischen Pogroms von 1991 aufmerksam machen wollten, wurden als “Scheiß Zeckenpack” beleidigt, einer der Neonazis zog ein Messer. Die Polizei erschien erst 20 Minuten später. Die angereisten Jugendlichen wurden mit „Verpisst euch – Hoyerswerda bleibt Braun“ - Rufen aus der Stadt verabschiedet.

Quelle: Linksjugend Sachsen.

Am 22.09.2012 nach Hoyerswerda! Demonstration: Keine Ruhe fuer Hoyerswerda! Gegen rassistische Zustaende! Fuer ein Denkmal und die Entschaedigung der Betroffenen des Pogroms von 1991!

Demo: 22. September 2012 | Hoyerswerda
14.00 Uhr | Bahnhofsvorplatz

„Wir haben in der Welt Millionen von potentiellen Asylbewerbern und mit denen können wir so, wie wir es gegenwärtig machen, nicht fertig werden.“ (Edmund Stoiber, CSU im ARD Brennpunkt, September 1991)

Im September 1991 griffen Neonazis unter Mithilfe und Applaus vieler Bürger_innen zwei Wohnheime von Vertragsarbeiter_innen und Asylsuchenden im ostsächsischen Hoyerswerda an. Mehrere hundert Menschen belagerten die Unterkünfte fünf Tage lang, bis schließlich alle Heimbewohner_innen aus der Stadt gebracht wurden. Nationale und internationale Medien berichteten über die Geschehnisse. Die „Evakuierung“ aller Bewohner_innen der Heime wurde nicht nur in Hoyerswerda selbst von vielen als „Erfolg“ gewertet. Die Angriffe bildeten damit den Startschuss für eine jahrelang anhaltende Welle der rassistischen Gewalt im wiedervereinigten Deutschland, die neben hunderten Verletzten zahlreiche Todesopfer forderte.

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Pressemitteilung: Verschwoerungstheoretiker in den Raeumen der Kulturfabrik Hoyerswerda

Heute, am 20.07.2012, wird in dem Projekt „AusZeit – Nachdenken über H“, der Kulturfabrik Hoyerswerda, ein Vortrag zu dem Thema „Das Mysterium des Geldes und die Finanzmarktkrise“ stattfinden. Dass es sich bei dieser Veranstaltung um mehr, als nur um eine Informationsveranstaltung zur aktuellen Krise handelt, zeigt ein Blick auf den Vortragenden. Andreas Clauss, seines Zeichens Finanzberater, Autor, Vorsitzender der Novertis Stiftung und Geschäftsführer des Schweizer Stiftungsbündnisses, ist nicht nur „geläuterter Finanzdienstleister“, wie er sich selber gerne darstellt, sondern auch Anhänger einer neuen Ökonomie, die, gemischt mit brauner Esoterik und seiner Erfahrung im Finanzdienstleistungssektor, ein gefährliches Potential entwickelt . Wer sich einmal näher mit dem Werk von Andreas Clauss auseinandersetzt, wird feststellen, dass sich hinter seiner „physischen Ökonomie“ und Vorträgen wie „Crashkurs Geld und Recht“, nichts anderes verbirgt, als ein Sammelsurium aus hanebüchenen Verschwörungstheorien mit esoterischem Anklang („freie Energie“) und starken antiamerikanistischen und antisemitischen Tendenzen.

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Die Ereignisse vom September 1991 in Hoyerswerda und die Abschaffung des Asylrechts

Eine Geschichte von Wimpeln und Gewalt.

Redebeitrag der Initiative “Pogrom 91“ auf einer Demo des Netzwerks AsylMigrationFlucht am 21. Juni 2012 in Dresden.

Autos, Fenster, Straßen und Geschäfte sind zur Zeit geschmückt mit Schwarz Rot Gold. Mal mehr, mal weniger, aber doch nicht zu übersehen: die Deutschen feiern ihre Nationalmannschaft. Auch Anfang der 90er Jahre war man stolz auf die Nation. Heute ist vom Partypatriotismus die Rede, damals von der friedlichen Revolution. Im vermeintlich entspannten Fußballrummel zur Euro 2008 griffen 50 Nazis Dönerrestaurants in der Dresdner Neustadt an, auch die Europameisterschaft 2012 wird von rassistischen Übergriffen im nationalen Taumel begleitet, wie die Internetplattform Alternative Dresden News berichtet. Wenn in Deutschland also die Flaggen ausgepackt werden, so endet dies für Einige auch heute noch in traumatischen und schmerzhaften Erlebnissen, im schlimmsten Fall sogar mit tödlichen Folgen. Heute, wie schon zu Beginn der 1990er Jahre, als sich mit dem neuen deutschen Selbstbewusstsein nach der Wiedervereinigung unter anderem die Pogrome von Rostock und Hoyerswerda ereigneten, werden jene zum Angriffsziel, die nicht zum neuen deutschen Selbstverständnis dazugehören sollen oder wollen. Nationalismus, Alltagsrassimus und latente Fremdenfeidlichkeit schlagen um in offene Gewalt.

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18 Quadratmeter im Kerzenschein, Integration auf Saechsisch am Beispiel Kamenz

Im ostsächsischen Kamenz eröffnete vor einigen Wochen eine neue Unterkunft für Asylsuchende im Landkreis Bautzen. 340 Flüchtlinge leben nun in einem sanierten ehemaligen Polizeigebäude. In der Massenunterkunft müssen sich drei BewohnerInnen Zimmer von nur 18 Quadratmetern teilen, mit Ausnahme der Familienwohnräume gibt es für jede Etage nur einen zentralen Sanitärbereich mit je einer Toilette. Allerdings erscheint sogar das Leben unter diesen Bedingungen ein besseres, als das in dem alten Kamenzer Asylsuchendenheim und einer Unterkunft in Seeligstadt, welche für das neue Heim geschlossen wurden. Selbst Martin Gillo, der sächsische Ausländerbeauftragte und Angehörige der rechtskonservativ geprägten sächsischen CDU, bewertete die Lebensbedingungen in den beiden nun geschlossenen Unterkünften als „unangemessen“.

Ein Beitrag für das Terminal Dresden.

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Juristischer Erfolg fuer die Initiative Pogrom 91

Mit einer Demonstration erinnerten am 17. September 2011 etwa 300 Menschen an den Beginn der rassistischen Pogrome im September 1991 in Hoyerswerda. Während der rassistischen Krawalle vor genau 20 Jahren waren in der nordostsächsischen Stadt insgesamt 32 Menschen verletzt worden. Die die Initiative “Pogrom 91″ stellt eine klare Forderung, mit welcher dem bisherigen Verdrängen und Vergessen der Ereignisse vom September 1991 nachhaltig entgegengewirkt werden soll: ein Denkmal zur Erinnerung an das rassistische Pogrom…

Weiterlesen auf der Homepage von Jens Thöricht, der den Artikel geschrieben hat. Jens Thöricht ist Mitglied des Landesvorstandes der LINKEN in Sachsen.

Fanpost aus der Redaktion / Das grosse Kopfschuetteln reloaded

Eine Zusammenfassung der Ereignisse rund um den 20ten Jahrestag des Pogroms von Hoyerswerda

Pöbelnde Neonazis am Rande einer antirassistischen Gedenkdemonstration in Hoyerswerda am 17. September 2011.

Zugegeben, es fiel uns im Zuge der Vorbereitungen für die Begleitung des städtischen „Erinnerns“ an den 20ten Jahrestages des Pogroms von Hoyerswerda nicht immer leicht, einen differenzierten und damit (zumindest was die Beschreibung der Vorgänge anbelangt) halbwegs objektiven Blickwinkel zu bewahren. Zu Recht haben andere Akteure, wie etwa die Gruppe Café Morgenland, kritisiert, wir würden uns mit diesem Ansinnen gegen unseren eigenen Standpunkt stellen, …

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